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BVZ, 16.12.2009
"Wir Burgenbürger“
Essay von Siegmund Kleinl, 11.2009
Sein oder Design – das ist hier die Antwort
Zu Peter Wagners Roman Die Burgenbürger
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Pressestimmen 

Die Burgenbürger

BVZ / 16. Dezember 2009 

"WIR BURGENBÜRGER" 

WAGNERS ODYSSEE / Opulent, frech und wortgewaltig startet die Edition Marlit im Hora Verlag: Zum Auftakt serviert Peter Wagner heimische Geschichte(n) als grenzenlose Romansatire.

Es war schon im Vorfeld viel zu hören davon. Gar, dass manche, speziell in Polit-Kreisen, der Veröffentlichung mit Spannung entgegengesehen hätten.


Als Peter Wagner dann kürzlich mit „Die Burgenbürger“ sein neues 570-Seiten-Werk präsentierte, stellte es sich als das heraus, was es ist: ein gewichtiges Stück burgenländische Literatur. Aber schon auch ein wildes. 


Drei Jahre lang schrieb der südburgenländische Vielarbeiter, „fordernde Denker“, Film- und Theatermensch an seinem Werk, das in 21 Abenteuern nicht nur mit politischen Befindlichkeiten liebäugelt, sondern mit Liebe zum (historischen) Detail eine ganze Landesgeschichte zur Romansatire umschreibt.

 


Die neue Verlags-Edition mit Burgenland-Connection


Mit diesem „Epos“ startete die Edition Marlit nun ihr Programm – als Verlag in Wien, mit burgenländischen Berührungspunkten. Dazu haben sich mit Winfried Plattner, dem Leiter des Hora Verlages, zwei zusammengetan, die hierzulande keine Unbekannten sind: Vera Sebauer und Eveline Rabold. 


Nach einem sauberen Start mit den „Burgenbürgern“ stehen die nächsten Veröffentlichungen bereits fest – die erste Künstlermonographie des Duos „Machfeld“ und Andreas J. Obrechts Roman „Der doppelte Schritt“.

 


Buch-Kritik


Pinz Joe (ohne „r“, denn das muss er sich erst verdienen) will Fürst des Burgenbürgerlandes werden und lässt sich von Doktor Onkel Fred auf eine Reise durch die Geschichte dieses „weithin unerforschten Menschenvolkes“ mitnehmen. Darum geht es in Peter Wagners „Märchen“. Und dann gehts los: Die beiden Protagonisten – in den Illustrationen Henryk Mosslers und auch sonst als amtierender Landeschef und legendäres SPÖ-Urgestein unschwer auszumachen – ziehen durch die Landesgeschichte: eine Odyssee, ein Volksbuch, Insider-Schmäh auch für Nicht-Burgenbürger, historische Punktlandungen, ein skurriles Drunter und Drüber – Wagners Buch ist all das und noch mehr. Schwer und gut liegt es in der Hand und macht viel Spaß.

 


Wolfgang Millendorfer, BVZ, 16.12.2009